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STREICHHÖLZER ESPRESSOTASSEN KUNSTWERKE
Zur Bedeutung der Dingpräsentation zwischen Sammelleidenschaft und öffentlicher Aufgabe
Können alle Dinge Teil einer Sammlung werden? Und sammeln wir nicht alle – ausdrücklich oder nicht – irgendetwas? Und was überhaupt ist eine Sammlung? Was zeichnet die Tätigkeit des Sammelns aus?

In diesem Seminar von Tobias Schlechtriemen (Soziologe) und Richard Schindler (Künstler) soll diesen Fragen nachgegangen und die Aufmerksamkeit auf Dingpräsentationen und deren Bedeutung richtet werden.

Lassen sich Differenzen im privaten und öffentlichen Raum ausmachen und wie sind sie zu charakterisieren? Was ist – hier oder dort – wert, gesammelt zu werden? Welche Bedeutung wird der Sammlung, den Dingen und ihrer Präsentation von Seiten der privaten und öffentlichen Akteure zugesprochen? Wie lässt sich diese Bedeutung anhand der konkreten materiellen und visuellen Gestaltung künstlerisch-wissenschaftlich rekonstruieren? Gibt es Differenzen, Widersprüche, Ungereimtheiten zwischen erklärter Absicht und deren Realisierung?

Wie in vorausgegangenen gemeinsamen Lehrveranstaltungen möchten wir auch in diesem Seminar Textarbeit und genaue Analyse konkreter Beispiele verbinden. Dazu werden von den Studierenden auf ethnografischen Streifzügen Sammlungen dokumentiert und diese Dokumentationen daraufhin untersucht, wie sich im Zusammenspiel der Objekte deren Bedeutung konstituiert. Dabei sollen wissenschaftliche und künstlerische Sichtweisen produktiv miteinander verbunden werden. Darüber hinaus werden wir gemeinsam eine herausragende private und eine bedeutende öffentliche Sammlung anschauen und deren „Verfasser“ dazu befragen.

Das Seminar ist als Blockseminar konzipiert und die Zahl der Teilnehmerinnen und Teilnehmer ist begrenzt. Teilnahme nur nach vorheriger Anmeldung bei: Tobias.Schlechtriemen@soziologie.uni-freiburg.de.

Einführungssitzung am Freitag, den 20. April 10-12 Uhr
1. Block am 8./9. Juni 9-16 und 10-14 Uhr
2. Block am 6./7. Juli 9-16 und 10-14 Uhr
Zwei Zusatztermine für Sammlungsbesuch und Befragung